Label für Bio Fairtrade Kaffee aus der Schweiz.

Kaffee aus ökologischem Anbau und fairem Handel

Zur Förderung einer sozialen und ökologischen Produktion spielen für uns Lebensmittel aus fairem Handel eine zentrale Rolle. Dies gilt besonders für Produkte, die in unserem Land nicht angebaut werden können und aus Ländern des globalen Südens importiert werden müssen. Seit über zehn Jahren sind wir offizielle Gastronomiepartnerin von Fairtrade Max Havelaar und erweitern kontinuierlich unser Fairtrade-Sortiment – inklusive unseres Kaffees. Diesen beziehen wir seit Juni 2024 vollumfänglich in Fairtrade- und Bio-Qualität von der St. Galler Traditionsrösterei Turm Kaffee.

Durch die Vollumstellung auf Fairtrade-Kaffee können die Kleinbauern-Kooperativen eine deutlich grössere Menge ihrer Ernte zu Fairtrade-Konditionen anbieten.
Kooperative in Planadas, Kolumbien
Die Kooperative wurde aus dem Wunsch heraus gegründet, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen und die Anstrengungen, die in die Produktion von Qualitätskaffee gesteckt wurde auch mit einem entsprechenden Ertrag entlöhnt werden. Foto: © Fairtrade Max Havelaar

Fairtrade Max Havelaar

Das Fairtrade-Label kennzeichnet Produkte, die unter gerechten Bedingungen produziert und gehandelt werden. Es bietet Plantagenarbeitern und Kleinbauern in Lateinamerika, Afrika und Asien die Möglichkeit, ihre Lebensumstände nachhaltig zu verbessern. Besonders im Kaffeesektor spielt Fairtrade eine entscheidende Rolle: Rund 80% des weltweiten Kaffees stammen von etwa 25 Millionen Kleinbauernfamilien, die meist weniger als 10 Hektar Land bewirtschaften. Viele dieser Bauern verdienen weniger als 2 Dollar pro Tag und stehen vor zahlreichen weiteren Herausforderungen. Durch die Zusammenarbeit mit Fairtrade Max Havelaar können sie ihre finanzielle Situation verbessern.

Vielfältige Herausforderungen für die Kaffeebauern

  • Klimawandel: Veränderungen im Klima, wie unvorhersehbare Regenmuster, Dürreperioden und steigende Temperaturen, können die Kaffeeproduktion erheblich beeinträchtigen.
  • Pflanzenkrankheiten und Schädlinge: Krankheiten wie Kaffeerost und Schädlinge wie der Kaffeekirschenkäfer können Ernten zerstören und die Qualität des Kaffees mindern.
  • Preisschwankungen: Der Weltmarktpreis für Kaffee schwankt stark, was Kleinbauern in finanzielle Unsicherheit stürzt.
  • Schwache Verhandlungsposition: Kleinbauern, die nicht in Kooperativen organisiert sind, sind lokalen Händlern oft schutzlos ausgeliefert und haben keinen Zugang zu Markt- und Preisinformationen.
  • Armutsfalle: Aufgrund kleiner Anbauflächen und niedriger Erträge sind viele Kaffeebauernfamilien in einer Armutsfalle gefangen.
  • Marktdominanz: Die Kaffee-Lieferkette wird von wenigen multinationalen Konzernen dominiert, die 45% des Kaffeemarkts kontrollieren.
  • Nachhaltigkeit: Die Implementierung nachhaltiger Anbaumethoden kann kostspielig und arbeitsintensiv sein, obwohl sie langfristig notwendig ist.
  • Steigende Kosten: Steigende Landwirtschafts- und Haushaltskosten, oft durch Wirtschaftskrisen ausgelöst, belasten die Kaffeebauernfamilien zusätzlich.
  • Politische und wirtschaftliche Instabilität: Politische Unruhen und wirtschaftliche Instabilität in den Anbauregionen können den Kaffeeanbau zusätzlich erschweren.

Hilfe für die Kleinbauern

Fairtrade führt Standards ein, mit denen Produkte ressourcenschonend und umweltverträglich angebaut und die Erzeugergemeinschaften gestärkt werden. Vor Ort bietet Fairtrade Weiterbildungen zu Klima- und Umweltthemen an, einschliesslich Direkthilfe beim Wiederaufbau nach Extremwetterereignissen. Gemeinsam mit Handelspartnern, NGOs und anderen Institutionen setzt Fairtrade Klimaschutzprojekte im globalen Süden um, die sich auf Anpassungsmassnahmen und die Verbesserung nachhaltiger Anbaumethoden konzentrieren. Stabile Fairtrade-Mindestpreise bieten ein Sicherheitsnetz und zusätzliche Prämien verbessern die finanzielle Situation der Bauern. In Kampagnen informiert Fairtrade über den Zusammenhang von Handels- und Klimagerechtigkeit und setzt sich dafür ein, dass die Stimmen der Kleinbauern in politischen Entscheidungsprozessen gehört werden.

Vier Menschen lächelnd draussen in grüner Umgebung.
Fairtrade Weiterbildungen
Bei den Weiterbildungen sorgt Fairtrade besonders darauf, dass alle Geschlechter und junge Menschen einbezogen werden. Foto: © Fairtrade Max Havelaar
Mann lächelnd vor gestapelten Säcken.",

Herkunft unserer Kaffeebohnen

Unser Kaffee stammt aus Fairtrade-Kooperativen in Honduras, Indien, Kolumbien und Peru. Kooperativen ermöglichen es den Kleinbauern, mit vereinter Kraft am Markt auf zu treten. Beim Verkauf ihrer Ernte werden Fairtrade-Bauern mit dem Fairtrade-Mindestpreis und einer Fairtrade-Prämie ausgezeichnet. Die Kooperativen, die die Mittel demokratisch verwalten und gemeinsam entscheiden, wie sie sie am besten nutzen können, erhalten diese Gelder. Die Fairtrade-Prämie kann etwa zur Verbesserung des Betriebs oder zur Umstellung auf Bio verwendet werden, aber auch zur Finanzierung von sozialen Projekten in der lokalen Gemeinde. Dies umfasst beispielsweise die Sanierung von Schulen oder die Einrichtung eines Gesundheitszentrums.

Kooperativen

  • Asociación de Productores Agrícolas y Pecuarios Ecológicos Brisas del Quebradón (ASOBRIS), Planadas, Kolumbien
  • Cooperativa Agraria de Servicios Múltiples Sanchirio Palomar, Peru 
  • Manarcadu Social Service Society, Kerala Kottayam, Indien
  • Cooperativa Agropecuaria, Corquín, Honduras


*Je nachdem, wie die jeweiligen Ernten ausfallen, kann es kurzfristig zu Änderungen kommen.
 

Ein Engagement für die Umwelt

Neben dem Fairtrade-Label entspricht unser Kaffee auch den Vorgaben der EG-Öko-Verordnung. Das EU-Bio-Label steht für einen respektvollen Umgang mit der Natur und den Erhalt der Artenvielfalt. Es garantiert, dass strenge ökologische Richtlinien eingehalten wurden. Die Bezeichnung "Bio" ist geschützt und darf nur für Produkte aus biologischer Landwirtschaft verwendet werden.

Der Bio-Anbau setzt auf Mischkulturen, was die Bodenqualität verbessert und die Artenvielfalt fördert. Nur die reifen Kaffeekirschen werden von Hand geerntet, was nicht nur nachhaltiger ist, sondern auch die Qualität des Kaffees garantiert. Beim Bio-Kaffeeanbau sind ausserdem synthetische Pestizide verboten, wodurch die Umwelt geschont wird. Zersetzte Pflanzenreste werden als Dünger verwendet, was einen natürlichen und nachhaltigen Kreislauf schafft.

Person inmitten grüner Pflanzen in bewaldeten Bergen.
Bio-Plantagen
Neben den Fairtrade-Standards übernehmen immer mehr Kooperativen auch gleich Bio-Standards. Foto: © Fairtade Max Havelaar

Unsere Kaffee-Kennzahlen bei SV

Über 110 Tonnen Kaffee pro Jahr...

 ...werden bei uns auf Max Havelaar- und Bio-zertifizierten Kaffee umgestellt.

Über 9 Millionen Tassen Kaffee...

 ...werden in unseren Restaurants jährlich serviert.

Mann, der an gerösteten Kaffeebohnen riecht.

Turm Kaffee: Tradition und Qualität seit 1761

Wir freuen uns sehr, dass wir mit Turm Handels AG einen Partner gefunden haben, mit dem wir unsere Ambition nach einem Kaffee aus ökologischem Anbau und fairem Handel umsetzen können. 

Die Turm Handels AG ist die älteste Kaffeerösterei der Schweiz und steht seit 1761 für exzellenten Kaffee. Als 100% Schweizer Familienunternehmen betreibt Turm zwei eigenständige Qualitätsröstereien in St. Gallen und Schaffhausen.

Für Turm ist Kaffee nicht nur ein Getränk, sondern eine Kultur. Er hat heute fast denselben Stellenwert wie Wein: Herkunft, Verarbeitung und Jahrgang sind entscheidende Faktoren für wahre Kaffeeliebhaber.

Das Motto „Der Qualität verpflichtet, nach heutigen Standards produziert“ steht im Zentrum des Handelns von Turm. Die hohen Ansprüche von Turm haben sich über die 260jährige Geschichte nicht geändert und gelten heute genauso wie damals.

Das Kaffee-Sortiment